Intermittierendes Fasten – Gut oder Schlecht? Ein wissenschaftlich fundierter Überblick für deinen gesunden Start ins neue Jahr

DIe Heilpraktikerin Ulrike Rütten - praxis-ruetten.de - bietet in ihrer Praxis verschiedene Methoden des Fastens an - Intervallfasten oder intermetierendes Fasten ist eine Methode des Fastens

Der Jahresbeginn ist für viele der ideale Zeitpunkt, um gesünder zu leben, alte Gewohnheiten abzulegen und neue Routinen zu entwickeln. Einer der häufigsten Vorsätze lautet: „Ich möchte besser essen und meinem Körper etwas Gutes tun.“
Eine Methode, die in diesem Zusammenhang immer häufiger genannt wird, ist das intermittierende Fasten. Doch ist diese Ernährungsform wirklich so gesund, wie alle sagen?

In diesem Artikel erfährst du leicht verständlich, was intermittierendes Fasten bedeutet, welche Vorteile es hat, wo mögliche Risiken liegen und wie du direkt starten kannst – wissenschaftlich fundiert und praxisorientiert.

Was ist intermittierendes Fasten?

Intermittierendes Fasten (IF), auch Intervallfasten genannt, beschreibt fest definierte Essens- und Fastenfenster. Die bekanntesten Varianten sind:

  • 16:8 – 16 Stunden fasten, 8 Stunden essen
  • 18:6 – 18 Stunden fasten, 6 Stunden essen
  • 5:2 – 5 Tage normal essen, 2 Tage stark reduzierte Kalorienzufuhr

Während der Fastenphasen nimmt der Körper keine Energie zu sich – Wasser, Tee und schwarzer Kaffee sind erlaubt.

Warum intermittierendes Fasten gut für dich sein kann

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass intermittierendes Fasten zahlreiche Vorteile mit sich bringt:

1. Entlastung & Zellreparatur

Ohne ständige Verdauungsarbeit hat der Körper Zeit, sich zu regenerieren und beschädigte Zellbestandteile zu recyceln (Autophagie).

2. Stabilerer Blutzuckerspiegel

Das Fasten verbessert die Insulinsensitivität – ein wichtiger Faktor für gesundes Altern und Gewichtsmanagement.

3. Unterstützung beim Abnehmen

Weniger Essensfenster = weniger spontane Snacks viele Menschen nehmen ohne großen Aufwand ab.

4. Schutz vor chronischen Erkrankungen

Studien verbinden Intervallfasten mit:

  • weniger Entzündungen
  • besserer Herzgesundheit
  • geringerem Risiko für Diabetes Typ 2

Die andere Seite der Medaille: Was du beachten musst

Damit der Körper Reparaturprozesse effizient durchführen kann, benötigt er genügend:

  • Aminosäuren
  • Vitamine
  • Enzyme
  • Mineralstoffe
  • Fettsäuren
  • sekundäre Pflanzenstoffe

Ein häufiger Kritikpunkt: „Fasten führt zu Nährstoffmangel.“
Richtig ist: Das kann passieren – aber nur, wenn du während der Essensfenster einseitig oder zu wenig isst.

So verhinderst du Nährstoffmängel

  • Wähle natürliche, unverarbeitete Lebensmittel.
  • Iss bunt und abwechslungsreich (Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen).
  • Setze auf pflanzenbasierte Mahlzeiten – sie sind nährstoffreich und leicht verdaulich.
  • Beginne dein Essensfenster idealerweise mit einem grünen Smoothie oder frischem Gemüsesaft.
    Das liefert sofort verwertbare Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme.

Diese Nährstoffflut entlastet den Körper, spart Verdauungsenergie und unterstützt deine Regeneration – eine echte Win-Win-Situation.

Wann du vorsichtig sein solltest

Intervallfasten ist nicht für jeden direkt geeignet. Vorsicht gilt bei:

  • starkem Nährstoffmangel
  • Darmdysbiose (Ungleichgewicht der Darmflora)
  • extremer Belastung oder chronischer Erschöpfung
  • Schwangerschaft oder Stillzeit

In solchen Fällen sollte zuerst die Basis gestärkt werden, bevor du mit dem Fasten beginnst.

Praktische Tipps für den Einstieg

  • Langsam starten: Beginne mit 12:12 und steigere dich.
  • Ausreichend trinken: Vor allem Wasser und ungesüßten Tee.
  • Regelmäßige Mahlzeiten im Essensfenster: Nicht „hineinstopfen“, sondern ausgewogen essen.
  • Proteinreich essen: Unterstützt Muskeln, Sättigung und Stoffwechsel.
  • Hochverarbeitete Lebensmittel meiden: Sie erschweren den Fastenerfolg.
  • Bewegung einbauen: Leichte Aktivität im Fastenfenster verstärkt die positiven Effekte.

Mein Fazit

Intermittierendes Fasten kann eine sehr effektive und gesunde Methode sein, um deinen Körper zu stärken, deine Verdauung zu entlasten und langfristig deine Gesundheit zu verbessern. Vorausgesetzt, du achtest während der Essensfenster auf eine nährstoffreiche, ausgewogene Ernährung.

Für die meisten Menschen ist es eine gut umsetzbare Routine – besonders zu Jahresbeginn, wenn neue Gewohnheiten etabliert werden sollen.

Bereit, dein Fasten optimal zu gestalten?

Wenn du wissen möchtest,

  • welche Fastenmethode für dich geeignet ist,
  • ob Nährstoffmängel vorliegen,
  • oder wie du deinen Darm optimal vorbereitest,

sprich mich gerne an!

Gemeinsam finden wir die passende Strategie für deine Gesundheit.